Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
Aktuelle Berichte 2019

Glücksgefühl hält nicht lange


Drogen lösen keine Probleme, sondern werden selber zum Problem. Polizeihauptkommissar Martin Huber sensibilisierte die Eltern der Mittelschüler, damit diese "verdächtige Gegenstände" im Kinderzimmer erkennen.

"Vom 14-jährigen, der Crystal im Fahrradlenker hatte, bis zur 72-jährigen Oma, die es im Büstenhalter versteckt hat, haben wir schon alles erlebt", sagte der Erste Polizeihauptkommissar Martin Huber von der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen, als er die Eltern der Mittelschüler über Drogenprävention aufklärte. "Im Jahr 2100 wird die Zahl der Süchtigen die der Nichtsüchtigen in Industrieländern übertreffen", stellte der Drogenbeauftragte in Filmeinspielungen heraus.

Diese Gründe nannte er für Drogenkonsum: Glücksgefühle, Langeweile, das Vergessen von Problemen, Protest, erwachsen wirken. "Sie denken, Drogen seien die Lösung für Probleme, doch schließlich werden die Drogen zum Problem." Neben den legalen Drogen Alkohol, Nikotin, Koffein und Schmerzmitteln stellte der Vater von vier Kindern auch die Palette der illegalen Drogen vor. Man unterscheidet Cannabis (Marihuana, Haschisch), Amphetamine (Ecstasy, Crystal Speed), Kokain (Crack) und Halluzinogene (wie in Pilsen). Seit der Liberalisierung des Drogengesetzes in der Tschechischen Republik im Jahr 2009 sei dort die organisierte Kriminalität in asiatischer Hand. Fünf bis sechs Tonnen Crystal würden jährlich produziert. "Wenn die Entwicklung so weitergeht, verlieren wir eine ganze Generation", ist Huber überzeugt. Mittlerweile liefen die "Bestellungen" nicht mehr über den Vietnamesenmarkt ab, sondern über Facebook-Accounts. Einzig die Prävention könne dagegen wirken.

In seinem kurzweiligen, von vielen Beispielen durchzogenen Vortrag, erläuterte der Polizeibeamte die Wirkung von Drogen, die von Nierenschädigung bis zu Angstgefühlen und Wahnvorstellungen reiche. Gerötete Augenbindehaut, weite Pupillen, glasige Augen, Apathie, Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit seien Anzeichen, die auf Drogenkonsum hinweisen können. Breiten Raum nahm die Aufklärung über "verdächtige Gegenstände" ein. Die Eltern konnten Marihuanapfeifen, die im Internet frei käuflich und auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind, anschauen. Auch Wasserpfeifen könnten mit Drogen gefüllt sein. Messer und Waagen mit schwarzen Anhaftungen können auf den Gebrauch von Cannabis hinweisen. Silberpapier und übergroßes Zigarettenpapier zählen ebenfalls zu den Gegenständen, bei deren Auffinden Eltern misstrauisch werden sollten. Als eine der gefährlichsten Drogen sowohl in der Wirkung als auch von der Abhängigkeit her gilt Crystal. Die verheerenden, zerstörerischen Wirkungen demonstrierte Huber anschaulich.

"Wenn ich durch Aufklärung nur einen davon abhalte, Drogen zu konsumieren, dann hat sich die ganze Arbeit gelohnt", resümierte der engagierte Drogenberater. Elternbeiratsvorsitzende Petra Meier und Rektor Werner Winderl bedankten sich beim Referenten.

Text: Weiß (DnT)/Fotos: Winderl


Polizeihauptkommissar Martin Huber von der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen klärte die Eltern der Mittelschüler über Drogenprävention auf und demonstrierte einschlägige Gegenstände.

Die Eltern konnten Marihuanapfeifen, die im Internet frei käuflich und auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind, anschauen.


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