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Aktuelle Berichte 2019

Gerlinde Lohrer gewinnt Backwettbewerb


Anfang des Jahres veranstaltete die Volkshochschule Weiden-Neustadt einen Rezept- und Backwettbewerb unter dem Motto „Omas Lieblingskuchen 2019“. Zehn eingesandte Rezepte schafften es in die zweite Runde und kämpften nun am Dienstag um den ersten Platz.

Alle Rezepte wurden mit großer Sorgfalt unter die Lupe genommen. Ausschlusskriterium in der Vorrunde waren die Bestandteile der Kuchen und Torten. „Natürlich kam es hier vor allem darauf an, ob natürliche Zutaten verwendet werden“, erklärt Angelika Meindl, Fachbereichsleitung für Gesundheit und Kultur an der VHS Weiden-Neustadt. Auch das Aussehen der Kuchen konnte durch mitgesandte Fotos beurteilt werden und spielte bei der Auswahl eine ebenso zentrale Rolle.

Die zehn besten Hobbybäcker mussten nun ihre Kreationen zubereiten und in der Event-Küche „KULT-Theka“ der Volkshochschule abgeben. In der Endrunde zählt neben Zutaten und Aussehen besonders der Geschmack. Die vier Damen der Jury probierten sich durch die Variationen und zogen sich anschließend zur Beratung zurück.

Auf den dritten Platz schaffte es Angelika Janner aus Mantel mit ihrem Kokos-Schokokuchen. Auf den zweiten Rang wählte die Jury eine „verschneite“ Schwarzwälder Kirschtorte, gebacken von Helmut Meier aus Weiden. Die Walnusstorte sahnt ab: Gebacken hat sie Gerlinde Lohrer aus Oberviechtach.

Doch welche Eigenschaften muss ein Kuchen mitbringen, um Bestplatzierter zu werden? Jury-Mitglied Margreth Leupold sagt: „Die Gewinnertorte war eine Heidenarbeit. Dass die Bäckerin Fachoberlehrerin für Ernährung und Gesundheit ist, erklärt einiges.“ Eine Siegerkreation müsse folglich auch etwas komplizierter sein als ein herkömmlicher Kuchen. „Für eine normale Hausfrau ist so etwas fast nicht möglich, dafür steht man nämlich mehrere Stunden in der Küche“, sagt Leupold.

Doch zurück zur Gewinnerkreation: Laut Rezept braucht es für die Walnusstorte vier verschiedene Böden und zwei verschiedene Füllungen, „die hier wunderbar miteinander harmonieren“, urteilt die Jury. Denn auch die Kombination der Zutaten wurde bei der Auswertung kritisch beleuchtet: Sind sie gut aufeinander abgestimmt oder könnte man noch etwas verbessern? All das war für die Jury von Belang.

Abgesehen von einem klassischen Wiener Boden und einem Butterboden musste Bäckerin Lohrer einen speziellen Walnussboden und einen dunklen Boden mit Kakao zubereiten. Dieser ist zudem in Nussschnaps oder -likör getränkt. Sowohl Butter als auch Sahnecreme verbinden die vier Schichten miteinander. Schließlich umrahmten die Torte eine Nuss-Nougat-Creme, Marzipan, eine dunkle Kuvertüre sowie Walnusskerne zur Dekoration. Die Liste an Zutaten ist lang, alleine die Backzeit des Walnussbodens beträgt drei Stunden – der Aufwand ist also in der Tat enorm.

Von möglichen 80 Punkten erreichte die Walnusstorte von Gerlinde Lohrer volle Punktzahl. Auch das Aussehen verhalf ihr zur Topwertung: Die Lehrkraft der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach verzierte die Torte mit einem VHS-Schriftzug. Leider konnte die Gewinnerin bei der Preisvergabe, die am Vormittag stattfand, nicht anwesend sein, da sie an ihrer Schule Unterricht hatte.

Die drei Erstplatzierten bekamen sowohl eine Siegerurkunde als auch eine goldene, silberne und bronzene Kuchenform überreicht. Alle zehn Teilnehmer können sich darüber hinaus über einen Gutschein für das anstehende Projekt „Hutza-Backstube“ freuen. VHS-Geschäftsführer Stefan Frischholz erklärt dazu: „Omas und Kuchen – beides gehört zusammen.“ Aus diesem Grund wird die Volkshochschule – unterstützt durch eine 5000-Euro-Spende der Sparda-Bank– die„Hutza-Backstube“ ins Leben rufen. Seniorinnen und Senioren sollen hier die Möglichkeit bekommen, miteinander Kuchen zu backen und gleichzeitig Kontakte zu knüpfen sowie Erfahrungen auszutauschen.

Im Anschluss daran sei auch ein „Hutza-Backbuch“ mit den Rezepten des Projekts geplant, welches voraussichtlich in der Vorweihnachtszeit erscheinen wird.

Text: Kagerer (DnT)/Winderl/Fotos: Lohrer


Gerlinde Lohrer, die als Fachlehrerin an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule unterrichtet, konnte bei der Preisvergabe am Vormittag nicht anwesend sein. Fachbereichsleiterin Angelika Meindl (links) holte die Siegerehrung am Abend nach.

Von möglichen 80 Punkten erreichte die Walnusstorte von Gerlinde Lohrer volle Punktzahl. Auch das Aussehen verhalf ihr zur Topwertung.


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