Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
Aktuelle Berichte 2018

Erster Schultag auf vier Pfoten


Hovawart - Hündin tritt im September ihren Dienst an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule in Oberviechtach an

„Hova…-wie?“ hört Hundebesitzer und Klassenleiter Karl-Heinz Reinhardt oft, wenn er mit seiner Holly unterwegs ist. Die Rasse Hovawart ist in unseren Breiten relativ selten und deshalb wird schon mal nachgefragt. Holly soll nun ab dem neuen Schuljahr als Schulhund eingesetzt werden. Die Idee ist nicht neu, aber doch noch nicht allzu weit verbreitet. Hundegestützte Pädagogik ist allerdings auf dem Vormarsch. Nachdem man immer mehr erkennt, welche positiven Effekte die Anwesenheit eines Hundes auf Menschen und speziell auf Kinder und Jugendliche hat, nutzt man immer öfter dieses Potential.

Zur Erklärung: Menschen sind von Natur aus „biophil“, das heißt, sie besitzen eine biologisch fundierte Affinität zu Lebewesen. Jeder kennt die reflexartigen Äußerungen von Kleinkindern, wenn ihnen ein Hund begegnet. Diese positive Wirkung von Tieren auf Menschen wird in der Pädagogik genutzt. Klassen, in denen ein Schulhund im Einsatz ist, sind ruhiger. Die Schüler zeigen sich wesentlich motivierter, weniger aggressiv und deutlich konzentrierter. Sie lernen effektiver und haben weniger Stress und Ängste vor anstehenden Prüfungen. Insgesamt entwickeln sie mehr Freude an der Schule und verbesserte sozio-emotionale Kompetenzen, die wesentlich zu einem produktiven Klassenklima beitragen.

Außerdem steigert das Tier auch das körperliche Wohlbefinden. Wie alle hier genannten Argumente wissenschaftlich belegt sind, hat man auch nachgewiesen, dass Blutdruck und Puls sinken, Stresshormone (Kortisol / Adrenalin) abgebaut und vermehrt Glückshormone wie Oxytocin ausgeschüttet werden.

Holly eignet sich deshalb als Schulhund, weil sie ruhig, freundlich, absolut verträglich, gehorsam, entwurmt, geimpft und frei von Aggressionen und ansteckenden Krankheiten ist. Sogar eine Begleithundeprüfung hat sie bereits hervorragend gemeistert, in welcher sie beweisen musste, dass sie die Grundkommandos beherrscht und ausführt. Zugleich wird ein Wesenstest durchgeführt, in welchem sie sich gegenüber Joggern, Radfahrern und anderen Hunden neutral und gelassen verhalten musste. Dies alles hat sie so problemlos geschafft, weil sie das große Glück hatte, mit ihrem Herrchen von Anfang an in Zeinried bei Josef Wild, einem der deutschlandweit führenden Hundeausbilder für Hovawarte, arbeiten zu dürfen. Hier lernte sie neben dem Grundgehorsam auch das Fährtensuchen und den problemlosen Umgang mit anderen Hunden und Menschen.

Im Schulalltag fungiert sie nun als Stimmungsaufheller, Seelentröster, Spielkamerad, sportlicher Begleiter und nicht zuletzt als guter Freund, dem man alle Probleme erzählen kann, der einem immer zuhört und Trost spendet. Dabei kommt es ihr – im Gegensatz zu den Menschen - nicht darauf an, wie jemand gekleidet oder geschminkt ist, ob jemand Pickel hat oder zu dick ist. Sie freut sich immer und liebt bedingungslos jeden, der ihr mit Respekt und ehrlicher Zuneigung begegnet. Mehr Ehrlichkeit findet man kaum, beim Menschen gar sehr selten. Viel Erfolg wünschte auch Schulleiter Werner Winderl, der die Idee von Anfang an sehr gut fand und dafür grünes Licht gab.


Viel Erfolg wünschte auch Schulleiter Werner Winderl, der die Idee von Anfang an sehr gut fand und dafür grünes Licht gab.

Holly soll nun ab dem neuen Schuljahr 2018/2019 als Schulhund eingesetzt werden. Hundegestützte Pädagogik ist auf dem Vormarsch.


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