Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
Aktuelle Berichte 2018

Neues Schulprofil "Inklusion"


Damit sich Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf den langen Schulweg bis Nabburg sparen können, wird in den Regelklassen der Doktor-Eisenbarth-Schule nach einem individuell erstellten Förderlehrplan unterrichtet. Den Lehrkräften steht dabei ein Netzwerk an Experten und Einrichtungen zur Seite.

Ab dem 1. August 2018 darf die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule das Profil „Inklusion“ führen. Nachdem diese Mitteilung von Kultusminister Bernd Sibler in schriftlicher Form eingegangen war, fand die Bekanntgabe der Verleihung des Profils durch Schulrat Jürgen Bomertl nun an der Schule statt. Die feierliche Übergabe der Urkunden wird am 10. Oktober im Bayrischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus vorgenommen. Rektor Werner Winderl begrüßte neben Schulrat Bomertl auch Konrektor Dominik Bauer sowie Studienrätin Alexandra Bayer als Fachfrau des Sonderpädagogischen Zentrums Nabburg.

Rektor Winderl ging auf die Entwicklung des Profils „Inklusion“ ein, das Kinder aus dem Altlandkreis Oberviechtach von Niedermurach, Gleiritsch, Teunz und Winklarn bis Weiding, Schönsee und Stadlern betrifft, die an der Mittelschule unterrichtet werden. Nachdem am 31. August 2015 die ortsansässige Schule zur individuellen Lernförderung endgültig ihre Pforten geschlossen hatte, und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf einen langen Schulweg bis ans Förderzentrum Nabburg zurücklegen hätten müssen, bevorzugten die Eltern die Inklusion an der wohnortnahen Regelschule.

Im Schuljahr 2017/18 waren es 13 Schüler aus dem Einzugsgebiet der Mittelschule, davon fünf mit Gastschulantrag. Zudem wurde damit die Inklusions-Arbeit der Grundschule in konsequenter Weise weitergeführt. Gegenwärtig gibt es an der Mittelschule zwei Kooperationsklassen, durch Weiterführung wird eine durchgängige Förderung bis zur neunten Klasse angestrebt. „In diesen Kooperationsklassen, in denen Inklusionskinder sind, arbeiten hochengagierte Lehrkräfte, die mit dem Mobilen Sonderpädagogischen Dienst kooperieren und nach individuell erstellten Förderlehrplänen unterrichten“, so Winderl. Auch durch zahlreiche Fortbildungen zur Thematik zeige das Kollegium seine Einsatzbereitschaft für die inklusive Schule.

Mit Studienrätin Alexandra Bayer vom Sonderpädagogischen Förderzentrum habe man eine kompetente Ansprechpartnerin an der Schule, die auch die Verbindung zum Förderzentrum hält. Darüber hinaus verfügt die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule über ein Netzwerk an Experten und professionellen Einrichtungen. Neben Schulpsychologin Susanne Högerl-Woog haben die Sozialarbeiterinnen Karina Pfeiffer und Maria Rötzer ihr Büro an der Mittelschule. Enge Zusammenarbeit besteht mit den Psychiatrischen Einrichtungen in Cham, Weiden und Regensburg. Als Ansprechpartnerin steht Diplompsychologin Susanne Welz zur Verfügung, die Dyskalkulie- und LRS-Therapien leitet. Und auch Berufsberater des Arbeitsamtes stehen mit der Oberviechtacher Schule in sehr enger Verbindung.

INKLUSION IM BILDUNGSSYSTEM

Am 26. März 2009 ist die Bundesrepublik Deutschland der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte Behinderter beigetreten. Ein wichtiges Datum und ein wegweisender erster Schritt zu einer maßgeblichen Veränderung der deutschen Schullandschaft. Menschen mit Behinderungen sollen nicht länger benachteiligt werden, sondern als vollwertige Bürger anerkannt werden. Bezogen auf das Schulsystem heißt das konkret: Kinder mit Behinderungen sollen nicht mehr vom regulären Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen ausgeschlossen werden. Das Prinzip der „Inklusion“ wurde somit zum Leitgedanken des Bildungssystems. Selbstbestimmung, Teilhabe und uneingeschränkte Gleichstellung sind zentrale Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention.

Bericht/Fotos: Udo Weiß (DnT)


Ab dem 1. August 2018 darf die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule das Profil „Inklusion“ führen. Nachdem diese Mitteilung von Kultusminister Bernd Sibler in schriftlicher Form eingegangen war, fand die Bekanntgabe der Verleihung des Profils durch Schulrat Jürgen Bomertl nun an der Schule statt.

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