Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
Aktuelle Berichte 2018

Klassensprecherseminar an der DESO


Mit den Lehrern auf Augenhöhe sein und selbst mitentscheiden können, was an der eigenen Schule passiert. Davon träumen viele Schüler während ihres Schulalltags. Dass dies funktionieren kann, zeigte ein Treffen aller Klassensprecher/innen an der Doktor Eisenbarth Mittelschule zusammen mit ihren Verbindungslehrern. Dieses sogenannte Klassensprecherseminar fand bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr statt.

Für das Seminar ist es den Verbindungslehrern Anja Pongratz und Jürgen Dietl zudem gelungen Oberstudienrätin Alexandra Schichtl als Referntin zu gewinnen. Sie arbeitet für die Schulberatungsstelle der Oberpfalz und ist dort für das Referat für Demokratie und Toleranz tätig. In ihrem Vortrag beleuchtete sie die Bedeutung von Werten und Normen im sozialen Miteinander. Auch wenn der Titel kompliziert klingt, schaffte es die Referentin, spielerisch und mit ganz alltäglichen Situationen darzustellen, wo im schulischen Alltag überall Werte und Normen wünschenswert sind.

Eine Schülerin kümmert sich um eine Frau, die mit ihrem Rollator gestürzt ist, und kommt dadurch zu spät zum Unterricht. Mit diesem Szenenspiel steigen die Teilnehmer am Klassensprecherseminar in das Thma ein. Frau Schichtl, erklärt den Jugendlichen die Situation und alle kommen zu dem Schluss: „Werte sind grundsätzlich höher anzusetzen als Normen. Werte nehmen Bezug auf Achtung vor dem Leben und der Würde“. Konkret: Der Frau zu helfen hatte Vorrang vor der Pflicht, pünktlich in der Schule zu sein. Das beginnt schon mit einer simplen Begrüßung am Morgen. Jeder Lehrer möchte gerne von seinen Schülern gegrüßt werden, umgekehrt aber auch die Schüler. Schichtl zeigte aber auch auf, woran es liegen kann, wenn einmal die Begrüßung nicht stattfindet. So hat man oft viele Gedanken im Kopf, die einen beschäftigen, dass man sein Gegenüber auch einmal gar nicht wahrnimmt, ohne dass gleich böser Wille dahinter steckt. Genau diesen vermutet aber vielleicht derjenige, der diese Begrüßung erwartet hätte und reagiert gleich gereizt. So findet man sich schnell in einer Spirale wieder, die in Unmut oder gar Aggressionen gipfelt, ohne dass dies zuvor gewollt war.

In einer weiteren Übung wurde ein kleiner Aufkleber auf die Stirn geklebt. Dieser zeichnete die Personen als Arzt, Politiker, Busfahrer, aber auch als Penner und Häftling aus. In ihren Rollen konnten die Teilnehmer schnell beobachten, wie sich das Verhalten der anderen änderte, nur weil man auf eben diesen Beruf reduziert wurde. Alexandra Schichtl schaffte es, mit diesen einfachen Kommunikationsbeispielen zu vermitteln, wo es denn im Alltag solche Schnittstellen gibt, denen oft nur wenig oder gar keine Beachtung mehr geschenkt wird.

Trotz allem seien sie extrem wichtig für das soziale Miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und den Respekt, den man einander gegenüber aufbringen sollte, egal ob er groß, klein, dick, dünn, hellhäutig oder dunkelhäutig ist. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, zitierte Schichtl den Artikel aus dem Grundgesetz. „Die innere Haltung zählt, wie wir einem Menschen gegenüber treten. In einer WERTvollen Schule ist dies möglich.“, so die Referentin. Die Klassensprecher, aber auch die Verbindungslehrkräfte konnten aus dem Vormittag viel Gewinnbringendes mitnehmen.


Oberstudienrätin Alexandra Schichtl beleuchtete in ihrem Vortrag die Bedeutung von Werten und Normen im sozialen Miteinander.

In einer weiteren Übung wurde ein kleiner Aufkleber auf die Stirn geklebt. In ihren Rollen konnten die Teilnehmer schnell beobachten, wie sich das Verhalten der anderen änderte, nur weil man auf eben diesen Beruf reduziert wurde.


Anschrift

Doktor-Eisenbarth-Mittelschule
Martin-Luther-Str. 9
92526 Oberviechtach

Kontakt

Tel: 09671 91507
Fax: 09671 91509
Mail:mail@eisenbarthschule.de

Rechtliche Hinweise

© 2016-2018 Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach