Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
Aktuelle Berichte 2018

JaS - Hilfe für Schüler mit Sorgen


„Was ist eigentlich der Effekt dieses Angebots?“ Die Frage von Siegfried Roidl führt dazu, dass Karina Pfeiffer in den Jugendhilfeausschuss eingeladen wird. Die Diplom-Sozialpädagogin kennt sich aus mit dem Thema Jugendsozialarbeit an Schulen. Ihr Bericht öffnet den Blick auf einen Dienst, der immer häufiger nachgefragt wird.

Für den Jugendhilfeausschuss des Kreistags steht die Jugendsozialarbeit an Schulen, kurz JaS, immer wieder auf der Tagesordnung. Bei der Sitzung im Dezember 2017 regte Siegfried Roidl (Kreisjugendring Schwandorf) an, etwas grundlegender in die Thematik einzusteigen. Immerhin gibt es bereits an fünf Grundschulen und an elf Mittelschulen diese Art von sozialer Arbeit, darüber hinaus an Förderzentren und Berufsschulen im Landkreis Schwandorf.

Um den Schülern die Möglichkeit zu geben, kulturelle Barrieren zu überwinden, die Integration in die Schulfamilie zu fördern und soziale Abgrenzungstendenzen aufzufangen, wünschen sich die jeweiligen Schulleiter Jugendsozialarbeit an den Schulen. Diese Fachkraft müsste auch Einzelfallhilfe leisten für Schüler in besonders schwieriger privater Lage, hieß es.

Der Begriff Einzelfallhilfe spielte auch im Vortrag von Karina Pfeiffer eine wichtige Rolle. Sie ist zusammen mit Maria Rötzer für die Jugendsozialarbeit an der Oberviechtacher Doktor-Eisenbarth-Mittelschule zuständig. Dort wie an den anderen Schulen mit JaS steht die Johanniter-Unfallhilfe organisatorisch hinter dem Dienst. „JaS ist ein Angebot der Jugendhilfe für junge Menschen, die individuelle, auf den Einzelfall zugeschnittene Hilfe benötigen“, sagte Pfeiffer.

JaS sei die intensivste Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule und Bindeglied zwischen Schule, Elternhaus und anderen Institutionen. Pfeiffer und ihre Kolleginnen und Kollegen sehen sich als Ansprechpartner für Schüler, die mit persönlichen Problemen belastet sind – die etwa unter Schulangst leiden, Liebeskummer haben oder Probleme mit Alkohol. Auch wenn die jungen Leute zu Hause immer wieder Ärger bekommen oder in der Schule nicht klarkommen, schalten sich die Jugendsozialarbeiter ein. Sie versuchen, Konflikte mit dem Lehr- und Erziehungspersonal oder den Mitschülern zu lösen oder Leistungsproblemen auf die Spur zu kommen.

Die JaS kümmert sich auch um Schüler, die neu an der Schule sind und noch keinen Anschluss gefunden haben, nicht wissen, wie es nach der Schule weitergehen soll oder jemanden zum Reden brauchen.

Auch Eltern, die Beratung und Unterstützung bei ihrer Erziehungsarbeit benötigen, können sich an die JaS wenden. Auch wenn sie merken, dass ihr Kind Probleme in der Schule hat und Begleitung oder Vermittlung zu anderen Institutionen wünschen. Schließlich unterstützten die Sozialpädagogen auch das Lehr- und Erziehungspersonal bei disziplinarischen oder leistungsmäßigen Auffälligkeiten, sowie bei Konflikten mit Schülerinnen und Schülern. „Die Lehrer sagen, sie sind heilfroh, dass sie uns haben“, versicherte Karina Pfeiffer.

Text: DnT/Winderl


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