Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
Aktuelle Berichte 2018

Der M-Zug - Erfolgsmodell an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule


In der 6. Jahrgangsstufe der Mittelschule steht eine neue Entscheidung über die weitere Schullaufbahn der Schüler an. Zum Übertritt in den M-Zug bietet deshalb die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule alljährlich den Informationsabend „Mittlere Reife im M-Zug“ an. Die Veranstaltung richtet sich an die Eltern übertrittswilliger Schüler von der 6. bis zur 9. Jahrgangsstufe der Mittelschule. Auch Eltern von Schülern der 4. Klassen der Grundschulen aus dem Mittelschulsprengel waren herzlich eingeladen, sich über dieses Angebot der Mittelschule zu informieren.

Zu diesem Informationsabend begrüßte Rektor Werner Winderl eine große Anzahl interessierter Eltern in der Schulaula. Seit über 20 Jahren ist der „Mittlere-Reife-Zug“, auch M-Zug genannt, wie er an der Doktor-Eisenbarth-Mittelschule angeboten wird, ein Erfolgsmodell, das als durchgängiger, vierjähriger Bildungsgang besteht. „Die Absolventen werden von der Wirtschaft gesucht, was auch die nahezu 100prozentigen Abschlüsse bei Lehrverträgen belegen. Der Weg über die FOS oder das Abitur steht dabei geeigneten Schülern offen“, meinte der erfahrene Pädagoge, selbst jahrelang im M-Zug tätig.

Konrektor Dominik Bauer erläuterte die Zugangsvoraussetzungen und betonte, dass „dieser Schulabschluss einen höheren Praxis- und Berufsbezug als andere Schultypen aufweist“. Ein weiterer riesiger Vorteil ist seine Durchlässigkeit, da auch nach der 7., 8. oder 9. Klasse bei geeigneten Noten in den M-Zug eingestiegen werden kann. Bauer wies darauf hin, dass die Themen und Lernbereiche die gleichen wie in den Regelklassen seien, das Anforderungsniveau sich aber am mittleren Schulabschluss orientiere und dadurch deutlich höher sei. Ein weiterer Vorteil des M-Zuges ist, dass alle Schüler in der 9. Klasse an den Prüfungen zum qualifizierenden Mittelschulabschluss teilnehmen. „So haben sie einen anerkannten Schulabschluss in der Tasche, eine Trumpfkarte, die bei der Bewerbung sticht“, wie der Schulmann meinte.

Der hohe Praxis- und Berufsbezug spiegelt sich auch in den Lehrplänen wider. Gezielt führt der Weg ab der 5. Jahrgangsstufe in Richtung Berufsfindung. Arbeitsplatzerkundungen, Seminare zur Berufsorientierung, mehrwöchige Betriebspraktika, eine hauseigene Ausbildungsmesse und die enge Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit garantieren jedem Ausbildungswilligen einen Einstieg in das Berufsleben. Besondere und zusätzliche Förderung wird zudem in den Ganztagsklassen angeboten.

Die praxisorientierte Ausrichtung des M-Zuges zeigt sich auch in den angebotenen berufsorientierenden Zweigen, die von den Fachlehrkräften Marina Schießl und Margaretha Eckl vorgestellt wurden. Ausgehend von den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Technik, die in der 7. Jahrgangsstufe von allen Schülern gewählt werden müssen, erfolgt in den Folgejahren nach Neigung und Interesse eine Spezialisierung auf ein Fach. An der zertifizierten ECDL-Schule kann freiwillig der „Europäische Computerführerschein“, eine international anerkannte Prüfung, abgelegt werden.

Sehr beeindruckt waren die Zuhörer von der Vorstellung der Schülerfirma „Stift und Co.“ durch die Schülerinnen Sophia Turban und Theresa Lippert aus der Klasse M9, deren Vortrag den hohen Praxisbezug des M-Zuges dokumentierte. Zum Schluss der Veranstaltung stellte Studienrat Scheuerer von der Wirtschaftsschule Wackersdorf kurz die Möglichkeiten dieser Schulart vor.


Konrektor Dominik Bauer erläuterte die Zugangsvoraussetzungen zum M-Zug.

Sophia Turban und Theresa Lippert aus der Klasse M9 stellten die Schülerfirma "Stift und Co." vor.


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