Doktor-Eisenbarth-Mittelschule Oberviechtach
Aktuelle Berichte

Pack ma`s Projekttage der Ganztagsklassen 5 bis 7


Nachdem die pack ma`s Multiplikatorenausbildung an der DESO ein voller Erfolg war und die teilnehmenden Lehrerinnen begeistert von dem Projekt waren, sollte die Umsetzung an der Schule nicht lange aufgeschoben werden. Kurzerhand organisierte Lehrerin Anja Pongratz zwei Projekttage für die Ganztagsklassen 5 bis 7, unterstützt von OGTS-Leiterin Tanja Fleißer, die sich um das benötigte Material kümmerte. Am 22. und 23. Mai starteten die Klassen dann mit jeweils zwei Multiplikatoren durch. Die Betreuung der GGTS 5 übernahmen Lehrerin Corinna Plach und Sonderpädagogin Alexandra Bayer, die Umsetzung in der GGTS 6 erfolgte durch Klassenleiterin Anja Pongratz und Heilpädagogin Tanja Fleißer und die GGTS 7 wurde von Lehrerin Evi Haberberger und Sozialpädagogin Maria Rötzer betreut.

Alle Klassen begannen mit Rollenspielen zur Gemeinschaft, die im Anschluss von den Schülern reflektiert wurden. Die freie Meinungsäußerung, der gegenseitige Respekt ebenso wie das Akzeptieren und Einhalten der Wohlfühlzone jedes Einzelnen stellten zentrale Aspekte der Übungen dar. Die Stärkung der Gemeinschaft als übergeordnetes Ziel trägt der Tatsache Rechnung, dass in einer funktionierenden Gemeinschaft automatisch weniger Gewalt oder Mobbing zu erwarten ist.

Diese Themen bestimmten auch die anschließenden Übungen. Die Erkenntnis, dass bei all den vielen Arten von Gewalt grundsätzlich das Opfer die Schwere festlegt, beschäftigte die SchülerInnen sehr. Beim Spiel „Geschlossene Gesellschaft“ erfuhren die Kinder hautnah, was es heißt ausgegrenzt oder gemobbt zu werden. Ursachen und Folgen für das Opfer waren schnell zusammengetragen und Handlungsalternativen und Möglichkeiten der Unterstützung gefunden.

Wie sich die Kinder in Gefahrensituation als Opfer oder Helfer richtig verhalten, wurde in Spielen wie der „Tunnel“ und vor allem einer simulierten Busfahrt geübt. Die Begeisterung der SchülerInnen war riesig und so musste die „Fahrt“ in einigen Klassen etwas in die Länge gezogen werden. Kleine Opfer-/ Helferkarten sollen die Kinder immer wieder erinnern und im Fall der Fälle im Geldbeutel auch griffbereit sein.

Am zweiten Tag stand dann das Thema Vertrauen im Mittelpunkt. Wie lange es eigentlich dauert bis Vertrauen aufgebaut wird, wie schnell dieses aber komplett zerstört sein kann, verdeutlichten drei Übungen aus dem Bereich der Erlebnispädagogik. Während bei der Zugbrücke noch alle Teilnehmer zu motivieren waren, traute sich nur die Klasse 6bg über den Vertrauensfall, bei dem sich ein Schüler rückwärts von einem Tisch in die Arme seiner MitschülerInnen fallen lässt. Was eine gute, von Vertrauen gekennzeichnete Gemeinschaft ausmacht, wurde in der Reflexion mit den Schülern zusammengetragen und als Plakat im Klassenzimmer aufgehängt. Den Mut, sich für andere einzusetzen, bahnten die anschließenden Übungen „Das Ja-Spiel“ und „Halt! –nicht mit mir“ an.

Zum Abschluss beschäftigten sich die Kinder nochmals in verschiedenen Übungen mit dem Thema Gewalt. Die Verletzlichkeit des Körpers, die Bedeutung der Selbstkontrolle darüber, aber auch die Rolle von Schaulustigen und Zuschauern wurden deutlich. Ein „Ich habe nichts gemacht! – Gibt`s nicht mehr!“ Wie wichtig die Einhaltung von Regeln innerhalb einer Gemeinschaft ist, verdeutlichte das Abschlussspiel „Rübenziehen“. Jeder Schüler erhielt eine Teilnahmebescheinigung, die stolz präsentiert und nach Hause getragen wurde. Alle Beteiligten waren sich einig, dass das „Pack ma`s Projekt – für eine Schule ohne Gewalt“ zur festen Einrichtung an der Schule werden sollte.


Pack ma`s Projekttage der Ganztagsklassen 5 bis 7

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